Fahrrad Ergonomie ... Bike-Fitting / Dienstleistungen

Bike-Fitting für jedermann - vom Genussradler bis zum Sportler

 
Radfahren ist eine der wenigen Fortbewegungsarten, bei denen unterschiedliche Körperteile mit dem Fortbewegungsmittel, dem Fahrrad, permanent als System interagieren. Jede Änderung einer einzelnen Einflussgröße hat Auswirkungen auf den Körper und damit die Effizienz der Fortbewegung. Deshalb sollte das Fahrrad als Ganzes auf den Menschen abgestimmt sein.

Wenn wir Fahrrad und Fahrer ergonomisch in Einklang bringen wollen, müssen wir uns mit allen Kontaktpunkten zwischen Mensch und Rad auseinandersetzen:

 

Der Fuss - Pedale und Schuhe

Dem Fuß wird als Kontaktstelle meist eher wenig Beachtung geschenkt. Der Fuß ist aber die wichtigste Kontaktstelle, denn hier wird der Vortrieb generiert bzw. hier findet die Übertragung der Energie vom Fahrer auf das Rad statt.
Wir analysieren Ihren Fußtyp und beraten Sie hinsichtlich passender Schuhe und Einlegesohlen. Wenn Sie mit Klickpedalen fahren, stellen wir die Cleats passend zu Ihrer Sitzposition ein.

Die Hand - Lenker und Handgriffe

Arme und Hände stützen beim Radfahren einen Teil des Oberkörpergewichts auf den Lenker ab. Dadurch entsteht ein beständiger Druck auf die Grifffläche, die Nervenbahnen können gereizt werden. Verstärkt wird die Reizung dadurch, dass viele Radfahrer die Handgelenke zu stark abwinkeln. Die Folge sind oft Taubheitsgefühle, Sensibilitätsstörungen, Kribbeln oder Missempfindungen im Kleinfinger und Ringfinger. In Extremfällen kann sogar die Greiffunktion aller Finger eingeschränkt werden.

Wir bestimmen die für Sie passende Griffgrösse und Lenkerbreite sowie den passenden Lenker. Der Lenker wird in der für Sie optimalen Position montiert.

Das Gesäß - Sattel und Sattelstütze

Die Sitzknochen dienen beim normalen Sitzen zur Aufnahme des Körpergewichts und können hohen Druck aufnehmen, dies sollte auch beim Radfahren so sein. Wenn der Sattel nicht zu Ihrer Anatomie passt, kann ein dauerhaft hoher Druck auf den Dammbereich entstehen. Dieser äußert sich meist durch Taubheitsgefühle.

Zu weicher Fahrradsattel

Ist der Sattel zu weich, sinken die Sitzknochen soweit ein, dass tieferliegendes, empfindliches Gewebe wie Muskel- und Sehnenansätze gereizt werden. Nach ca. 30 – 45 Minuten stellt sich ein als dumpf und drückend zu bezeichnender, ziehender Schmerz ein.

Den Sattel "einfahren"

Die Sitzknochen gewöhnen sich auf Dauer an eine Druckbelastung und das Schmerzempfinden wird herabgesetzt. Zu Saisonanfang oder bei einer neuen Sattelform sind Schmerzen an den Sitzknochen normal. Die Gewöhnung an einen neuen Fahrradsattel benötigt ca. fünf bis sieben Ausfahrten von min. einer Stunde Dauer

Wie wird eine Druckmessung auf dem Sattel durchgeführt?

Eine Druckmessfolie mit Sensoren wird über den Sattel gelegt. Sobald der Fahrer auf dem Sattel Platz nimmt, wird der auftretende Druck über ca. 100 Sensoren gemessen und über einen verbundenen Sender an den Computer gesendet.