Die neue Promillegrenze für Radfahrer

Im Straßenverkehr ist Alkohol ein immer wieder auftauchendes Thema – das auch für Radfahrer nicht unwichtig ist. Wer abends trinkt, fährt mit dem Rad – so denken viele Leute, vor allem die jüngeren. Studenten, Azubis und Schüler treiben sich nachts auf Partys herum, trinken ungehemmt Bier, Wein und Cocktails. Anschließend steigen sie aufs Rad und fahren unbekümmert heim. Was aber, wenn die Polizei sie erwischt?

Die Promillegrenze für Radfahrer – höher als für Autofahrer und trotzdem schnell erreicht

Auf stolze 1,6 Promille darf ein Fahrradfahrer tanken, bis er sich rechtlich zu verantworten hat. Politiker finden diese Grenze zu hoch, vor allem Verkehrsminister Ramsauer fordert einen strengeren Wert. Im Selbstversuch hat ein Reporter des Magazins „Stern“ die Promillegrenze für Radfahrer ausgereizt. Sein Ergebnis: Fahruntüchtig! Für den Reporter war klar, dass er so nicht mehr auf die Straße gehöre, schreibt er in seinem Bericht. Ein Blick auf die Straße am späten Abend zeigt, dass das nicht jeder so sieht. Regelmäßig hält die Polizei fahruntüchtige Fahrradfahrer an – oft haben die nur knapp eine Promille.

Rechtliche Konsequenzen: Ab 1,6 Promille zahlen Radfahrer saftige Strafen

Promillegrenze für Radfahrer

Wer über der Promillegrenze für Radfahrer liegt, muss blechen. Schon bei 1,7 Promille zahlen Verkehrsteilnehmer auf dem Zweirad 500 € Strafe und werden zur medizinisch-psychologischen Untersuchung aufgefordert – einem als „Idiotentest“ verrufenen Verfahren. Weigert man sich, steht ein Fahrverbot bevor. Das hieße knapp 10 Jahre Radfahrverbot. Auch die Erlaubnis, einen PKW zu führen, ist gefährdet. Neben rechtlichen Konsequenzen und einer saftigen Geldstrafe drohen betrunkenen Radfahrern schwere Verkehrsunfälle. Der Leiter des Verkehrsbereichs im Polizeipräsidium Berlin sagte dem „Stern“ gegenüber, bei 1,6 Promille steige das Unfallrisiko bereits auf das 36-Fache. Damit gefährdet man nicht nur sich selbst. Auch die Gesundheit anderer Verkehrsteilnehmer setzen Betrunkene so aufs Spiel.

Aussicht: Die Promillegrenze für Radfahrer könnte sinken

Die Innenministerien der Länder diskutieren die Promillegrenze für Radfahrer seit geraumer Zeit. Ramsauer fordert, die Grenze müsse auf 1,1 Promille herabgesetzt werden. Polizisten unterstützen diese Meinung, sie haben nächtlich mit betrunkenen Radfahrern zu kämpfen. Auch Stern-Reporter Hinrich Lührssen zog ein klares Fazit. Wer das Wohl anderer nicht gefährden möchte, sollte daher nicht zu viel trinken, bevor er sich aufs Fahrrad schwingt – so ersparen Sie sich und anderen Leid und Ärger.

Tags: Fahrrad
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