E-Bikes ersetzen das Auto

Immer mehr Menschen ersetzen Ihr Auto mit einem elektrischen Fahrrad. Das zeigte eine Umfrage des ökologischen Verkehrsclubs Deutschland (VCD). Die Umfrage ergab, dass über 90 Prozent aller E-Bike Besitzer mindestens einmal pro Woche mit Ihrem motorisierten Fahrrad unterwegs sind. Etwa ein Drittel fährt sogar täglich mit dem Fahrrad. Ein Viertel der Befragten meint, trotz motorisierter Unterstützung nur selten mehr als 10 Kilometer zurückzulegen. So fahren immer mehr Menschen kürzere Strecken von zehn bis 20 Kilometer mit dem Fahrrad und lassen dafür das Auto stehen.

Frische Luft und Schluss mit Stau

Gute Argumente, seinen Arbeitsweg mit dem E-Bike zurückzulegen, sind die Verkehrsbedingungen: Viele Stunden stehen Arbeitnehmer jährlich im Stau. Besonders in den Hauptverkehrszeiten geht viel Zeit verloren. Wer mit dem E-Bike unterwegs ist, kann besser kalkulieren, wie viel Zeit der Arbeitsweg in Anspruch nimmt. Außerdem spornt die elektrische Unterstützung dazu an, das Fahrrad öfters zu benutzen und fördert damit die Gesundheit. Die Zahlen sprechen für sich: 90 Prozent aller E-Bike Besitzer fährt mindestens einmal wöchentlich mit dem elektrischen Zweirad. Üblicherweise stehen Fahrräder meist viele Wochen unbenutzt in Kellern, Garagen oder Treppenabgängen. Nach wie vor sind E-Bike Fahrer vor allem Leute älteren Semesters – die Möglichkeit, mit dem E-Bike das Auto zu ersetzen reizt zunehmend aber auch jüngere Verkehrsteilnehmer.

Sparen mit dem E-Bike - Ein Rechenbeispiel

Wer täglich zur Arbeit fährt, verbraucht eine Menge Sprit. Bei einer Anfahrt von zehn Kilometern legt ein Arbeitnehmer 100 Kilometer pro Woche mit dem Auto zurück. Das entspräche bei einem Kleinwagen mit durchschnittlichem Verbrauch von etwa sieben Litern pro 100 Kilometern rund sieben Liter Benzin. Unter der Annahme, der Benzinpreis läge konstant bei 1,58 Euro/Liter würde man alleine für die Fahrt zur Arbeit 11,06 € verfahren. Auf ein Jahr mit 46 Arbeitswochen gerechnet, entspräche dies einer Ausgabe von mehr als 500 Euro. Natürlich ist auch ein E-Bike nicht umsonst. Die Anschaffungskosten liegen in der Regel über 1500 Euro, auch muss das elektrische Fahrrad an die Steckdose gesteckt und geladen werden. Die Kosten dafür aber sind gering und nicht zu vergleichen mit dem, was es kostet, ein Auto zu unterhalten. Außerdem kann der PKW günstiger versichert werden, wenn die Kilometer langfristig purzeln. Wer das Auto mit einem E-Bike ersetzen will, braucht für das motorisierte Fahrrad auch gar nicht so tief in die Tasche zu greifen: Die Einsteigermodelle schwächeln meist vor allem am Akku und damit an der Laufzeit. Wer lediglich Kurzstrecken von weniger als 80 Kilometern zurücklegen möchte, kommt aber selbst mit einem günstigen E-Bike über die Runden. Zwar müssen Sie sich dann mit schweren Rahmen und anderen Unfeinheiten abgeben, als Mittel zum Zweck taugt ein solches E-Bike aber vollkommen.

E-Bikes ersetzen das Auto

Das Manko Infrastruktur

Leider ist nicht alles an dem Autoersatz rosig. In vielen Städten, besonders aber zwischen kleinen Dörfern, fehlt eine gute Infrastruktur für Fahrräder. Zunehmende Zweiräder im Verkehr erhöhen das Unfallrisiko – und Unfälle an denen Fahrrad- und Autofahrer beteiligt sind, sind meist folgenreicher als Unfälle zwischen gleichstarken Fahrzeugen. Stimmt die Infrastruktur aber – sind also ausreichend Fahrradwege oder nur leicht befahrene Straßen in der Nähe – steht dem E-Bike nichts im Wege.

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