Elektrofahrrad – schlechter Absatz in den USA

Gerade mal 100.000 Elektrofahrräder kauften die US-Amerikaner im vergangenen Jahr – in Deutschland waren es viermal so viele. Das möchten namhafte Fahrradhersteller nun ändern und starten eine Verkaufsoffensive. Doch die Hersteller müssen umdenken und andere Argumente finden, als die, mit denen Sie den das Elektrofahrrad auf dem deutschen Markt etablieren konnten.

Die Verkaufszahlen im Vergleich: Elektrofahrräder in Deutschland und den USA

Letztes Jahr wanderten ca. 400000 E-Bikes in den Besitz deutscher Kunden – Tendenz steigend. Der Zweirad-Industrie-Verband (ZIV) erwartet auch dieses Jahr einen starken Anstieg der E-Bike Käufe. Grund sei, dass die Deutschen die Vorzüge inzwischen kennen und verstehen würden. In den Vereinigten Staaten stagniert der Markt: Nur 100.000 Elektrofahrräder gönnten sich die Käufer im Jahre 2012. Das Potential sei dabei riesig, etwa 1,5 Millionen Käufer könne es in den USA geben, schätzt der ZIV. Wie viel beliebter E-Bikes in Deutschland als in den USA sind, zeigen die Zahlen. Ungewiss aber bleiben die Gründe.

Verkaufsoffensive durch Fahrradhersteller: Das E-Bike müsse an den Mann gebracht werden

Alle E-Bikes haben eines gemeinsam: einen Motor. Und der stammt bei vielen Radherstellern von Bosch. Die Hersteller Haibike, Easy Motion, Kreidler, Feld und Cannondale setzen bei Ihren E-Bikes auf Boschmotoren und starten im nächsten Jahr eine Verkaufsoffensive in den USA. Das Potential ist da, man müsse das Rad nur an den Mann bringen. Denn eigentlich ist so ein E-Bike für den Durchschnittsamerikaner perfekt. An sich verkaufen sich Zweiräder sehr gut in den USA. Vor allem Mountainbikes und sportliche Modelle wie BMX-Räder sind beliebt. Aber das E-Bike ist in den Köpfen noch nicht angekommen. Doch es könnte den Menschen das Leben erleichtern. Amerika belegt die führende Position in der Statistik der „dicksten Menschen“. Für einen Übergewichtigen wäre das E-Bike perfekt. Es verlangt wenig sportliche Leistung vom Aufsaßen und bringt ihn gleichzeitig zügig voran.

USA Fahrradfahrer

Problematisch ist der Kraftstoff: E-Bike bietet in den USA nur wenig Sparpotential

Wer in Deutschland sein Auto durch ein E-Bike ersetzt, kann eine Menge sparen. In den USA sieht das anders aus – viele Staaten haben enorm hohe Strompreise. Der Sprit ist dafür im internationalen Vergleich sehr günstig. Lässt man das Auto stehen, spart man daher nicht annähernd so viel wie hier. Das E-Bike muss daher anders überzeugen, die Hersteller anders argumentieren. Weder die Anschaffungskosten noch die Unterhaltung des E-Bikes sind sonderlich lukrativ, vergleicht man sie mit den PKW Preisen. Und auch die Weitläufigkeit des Landes stellen das E-Bike vor ein Problem. Gerade in ländlichen Regionen weiß man in Deutschland das E-Bike zu schätzen. Ein Elektrofahrrad ist in den USA für Strecken von hunderten Meilen kaum eine Option. Sollte die Verkaufsoffensive der Hersteller nicht ziehen, wird es wohl dabei bleiben, dass E-Bikes in Deutschland beliebter als in den USA sind. Zum Thema Elektrofahrräder, können Sie sich gerne bei uns beraten lassen.

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Tags: E-Bike
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